Literaturpodcast
00:00:00: Franzon, der Literatur-Podcaste vergessenen Bücher.
00:00:03: In dieser Ausgabe Svenja Lisau Es war nichts anders möglich.
00:00:07: und Christoph Peters Crane im Park Selten ist das Kneippenleben für die Verlorenen einer Großstadt so eindringlich beschrieben wurden wie in Svenja Lisaus.
00:00:19: es war nicht anders möglich.
00:00:21: Nachtschattengewächse, die auch am Tag hier Zuflucht suchen, erkennen sich in ihrer Einsamkeit.
00:00:26: Krisen sind hier undeckend.
00:00:29: Der Keine hat bleibt besser vor der Tür.
00:00:31: Er versteht sich nicht darin, sich wegzutrinken um tiefer darin zu versinken und sich irgendwo wiederzufinden.
00:00:38: Natürlich liegt alles an einem Verlust, an dem sich die Trauer darüber unausweichlich gehängt hat dass die Gäste sich in der Wiederholung verfangen haben und sich zu Philosophen empor schwingen, die das Leben erkannt zu haben glauben.
00:00:52: Bei Martina ist es die Brücke, in der sie selbst Schlager nitzinkt um dazuzugehören.
00:00:59: Obwohl sie gleich zu Anfang zweilange Playlists mit Songs auflistet, die auch für Beerdigungen infrage kommen.
00:01:06: Ihr Vater ist tot und Sie schreibt ihm als wäre er noch am Leben!
00:01:09: Die Suche nach ihm wird zur Suche sich selbst.
00:01:12: Schonungslos begleiten wir sie beim Absturz.
00:01:15: Teilen ihre Hoffnungen, ihre Absichten dass jeder mit seinem Leben anfangen kann was er will und bemerkt bald schon, dass dieses aufgespaltene Leben zwischen Kneipe und Rückzug in ihre Wohnung unaufhörlich in ein Dilemma führt.
00:01:30: Der Schmerz lässt sich nicht betäuben, erraubt ihr die Wahrnehmung je mehr sie nach Nähe sucht.
00:01:35: Tanya Lisa aus Liby Roman ist an Wüste aufschrei, radigal in der Komik wie im Sturz, indem sie sich Verletzungen zufügt, die sie unwagerlich in eine Klinik
00:01:46: führt.".
00:01:47: In den Monologen meandert sie wie Thomas Bernhard ohne Martina Bloß zu stellen.
00:01:52: Hier ist ein Autorin, die ihre Heldinnen mit abgefuckten Kumpeln der Trostlosigkeit umgibt, während sie mehr und mehr ausbrennt.
00:02:00: Keine Theke der Welt rettet einen vor dem inneren Aufrohr versetzt allen höchstens ins Delirium – Die Rasserei!
00:02:08: Ich wünsche mir mehr von dieser Kraft einer erzählenden Autorinn zu lesen, die sich nicht schonend oder nach dem Riss in unserem Leben
00:02:15: fahndelt.".
00:02:19: Es gibt Menschen, die mögen krehen.
00:02:20: Vorausgesetzt, sie bauen nicht zu hunderten ihren Nester in den Bäumen in der Nachbarschaft.
00:02:25: Im November zwanzig-einundzwanzig wäre das vielleicht als Hunderler Natur angesichts eines Lockdowns durchgegangen.
00:02:32: Einen Hauch von gesellschaftlichem Leben gab es noch wenn man sich an die Regeln hielt eine Gesichtsmaske trug und ihr in entsprechenden Impfungen vorweisen konnte.
00:02:43: Der Naht und Romant soll ein Preis übergeben werden Was Heikel ist, weil niemand vorher sehen kann was er in seiner Rede womöglich an neuen heiklen Verschwörungstherien von sich gibt.
00:02:57: Christoph Peters entwirft in seinem Roman Créen im Park ein Sitten gemeldet der Viel-Stimmigkeit.
00:03:03: Da ist die Kultur mit ihren Macken da sind die Probleme einer Kontrolleurin am Flughafen mit ihrer Tochter die sich in einen Muslim verliebt hat und gleich schwanger von ihm wird.
00:03:13: Da ist ein Immobilien-Entwickler zwischen moderner Schauspielergattin und zur Querenis neigender Tochter, nicht zuletzt der in Vergessenheit geradene Schriftsteller Obandfischer.
00:03:25: Der sich im freien Fall befindet – außerdem die Hilflosen, die sich gern zum Zuschauen verdammen lassen.
00:03:31: Rassismus, Sexismus machen vor einer Maske nicht halt!
00:03:34: Für alle jene beschleunigt der Innere Monolog den Zerfall.
00:03:39: Corona liegt nur an die Jahre hinter uns und ist im Rückblick wenig schmeichelhaft.
00:03:45: Verschärft eine Pandemie, die Symptome des Scheiterns?
00:03:48: oder lämzt sie diese Ehe?
00:03:50: scheint Peters zu fragen.
00:03:52: Manche hoffen auf einen Umbruch und beruhigen so ihre angespannten Nerven.
00:03:57: Natürlich erinnert der Titel Creen in Park an Köpenstauben im Gras und wird mit den Jahren wie Köpen ans Zeug nicht seiner Zeit gelesen werden.
00:04:07: Hat sich seit Corona viel verändert?
00:04:10: Gut, wir reden uns ein beim nächsten Mal besser vorbereitet zu sein.
00:04:14: Die alten Fehler zu vermeiden!